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Aktuelles: Tiergestützte Therapie durchgeführt von Frau Jansen mit Therapiebegleithund Benji.



Was ist „Tiergestützte Therapie“?


Definition „Tiergestützte Therapie“ nach esaat 2018 (European Society for Animal Assisted Therapy):

„Tiergestützte Therapie“ umfasst bewusst geplante pädagogische, psychologische und sozialintegrative Angebote mit Tieren für Kinder, Jugendliche, Erwachsene wie ältere mit kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen, Verhaltensstörungen und Förderschwerpunkten. Sie beinhaltet auch gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Maßnahmen. (http://www.esaat.org/definition-tiergestuetzter-therapie/)

Die Tiergestützte Therapie wird von professionell im Gesundheitswesen ausgebildeten Personen wie z.B. Ergotherapeuten angeleitet. Sie findet sowohl in Einzel- als auch in Gruppenangeboten statt und hat das Ziel eine Verbesserung und Förderung von sozial-emotionalen, kognitiven, psychischen und physischen Funktionen zu bewirken. Der gezielte Einsatz des Therapiebegleithundes richtet sich sowohl nach den individuellen Zielen des Klienten und als auch nach den besonderen Fähigkeiten des Hundes. Während des Einsatzes des Therapiebegleithundes steht das Wohl und das Therapieziel des Klienten an oberster Stelle, jedoch muss der Therapeut außerdem die Bedürfnisse und das Wohlergehen des Tieres berücksichtigen, um eine erfolgreiche Therapie für alle Beteiligten gewährleisten zu können.

Was bewirkt der Hund / Benji in der Therapie?


In verschiedenen Studien (z.B. von Copping, Raymand oder Lorna) konnte nachgewiesen werden, dass Hunde über ähnliche soziale Strukturen und Fähigkeiten wie wir Menschen verfügen und dadurch eine besondere Beziehung zu uns Menschen aufbauen können. Benji geht in jede Situation unvoreingenommen und reagiert immer spontan und authentisch. Ihm ist es egal welche Schulnoten oder wie viel Geld sein gegenüber hat er beurteilt Menschen nur nach ihrem aktuellen Verhalten ihm gegenüber. Hunde schenken uns Anerkennung und Zuneigung ohne eine Leistung zu verlangen. Dieser Punkt ist besonders in unserer heutigen Gesellschaft von großer Bedeutung, da schon viele Kinder früh mit Leistungsdruck in unterschiedlicher Art und Weise konfrontiert werden. Benji kann in der Therapie verschiedene Rollen einnehmen und dadurch den Klienten beim Erreichen seiner Ziele unterstützen.

Benji als Interaktionspartner:

Hunde reagieren genauso wie wir Menschen in erster Linie auf Körpersprache wie Mimik, Gestik und Körperhaltung. Außerdem spüren sie noch genauer unsere Stimmungen und passen ihr Verhalten entsprechend an. Dadurch ist der Hund ein idealer Partner um mit Kindern oder Erwachsenen an ihren Interaktionsfähigkeiten zu arbeiten. Unsichere Personen lernen z.B. selbstbewusster aufzutreten. In der Therapie geben sie Benji Anweisungen und Befehle und müssen dabei darauf achten, dass ihre Körperhaltung zu ihrem Kommando passt damit Benji diesem nachgeht. Dies wiederum führt zu einem Gefühl der Selbstwirksamkeit da Benji ihnen folgt und sie für ihn Verantwortung übernehmen.

Benji als Motivator:

In der Therapie dient Benji häufig als Motivator, besonders wenn es um das Thema Lernen geht. Die Kinder sind häufig eher gewillt sich anzustrengen und Aufgaben zu lösen die ihnen schwer fallen wenn sie diese für Benji machen. Ein Beispiel könnte dafür sein, dass sie für richtig gelöste Aufgaben Leckerlies erspielen, die sie anschließend Benji geben dürfen. Oder sie bewältigen gemeinsam einen Parcour mit gezielten motorischen Übungen und erobern zusammen als Team den Schatz.

Benji als Ruhepol und positiver Verstärker:

In einigen Fällen hilft es den Kindern oder Erwachsenen schon, dass Benji einfach mit im Raum ist. Er gibt ihnen Sicherheit, wirkt beruhigend und in manchen Fällen auch aktivierend auf sie. Besonders der Körperkontakt z.B. in Form von Kontaktliegen kann dazu führen, dass „Stresshormone“ gemindert und „Glückshormone“ wie z.B. Oxytocin vermehrt ausgeschüttet werden.

Informationen zu Benji


Rasse: Benji ist ein brauner Labrador-Retriever.
Geburtstag: 11.08.2016
Hobbys: spielen, fressen, rennen und draußen rumtollen, schlafen
Für Leckerlies zeigt er auch gerne kleine Tricks ;-)
Ausbildung: Benji geht seitdem er 12 Wochen alt ist mit Delia Jansen regelmäßig zur Hundeschule. Außerdem absolvieren sie zusammen seit Januar 2018 die Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam an der Steinfurter Akademie für tiergestützte Therapie (SATTT) mit voraussichtlichem Abschluss im Juni 2018.

Wenn Sie Fragen oder Interesse haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.